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Oboe

Instrument:

Die Oboe ist ein wunderschön klingendes Blasinstrument. Sie fasziniert vor allem durch ihren prägnanten aber doch runden, mal weichen, mal rauen Ton, sowie ihrer Fähigkeit, wie eine menschliche Stimme zu singen und Melodien zu gestalten.

Das Instrument ist aus Ebenholz gebaut und wird durch ein feines Mundstück angeblasen, welches aus zwei Schilfhölzern gefertigt ist, dem so genannten Doppelrohrblatt oder kurz Röhrli.

Eine Besonderheit der Oboe ist, dass jeder Spieler ab einem gewissen Spielniveau seine Rohre selber herstellt und dadurch direkten Einfluss auf seinen Klang und die Leichtigkeit seines Spiels hat.

Geschichte:

Die Geschichte der Doppelrohrblattinstrumente reicht weit in die Antike hinein. Schon bei den Ägyptern, Griechen und Römern waren diese Instrumente (Aulos, Tibia) weit verbreitet und deren Spieler genossen grosses Ansehen. Beinahe auf der ganzen Welt haben sich seither oboenähnliche Instrumente angesiedelt (Dudelsack, Bombarden, Schallmeien, Zurna, chinesische Oboe, armenische Oboe etc.).

In Europa entwickelte sich im 17. Jahrhundert die Oboe aus der Schalmei. Der grosse Fortschritt war, dass man neu das Mundstück zwischen die Lippen nahm und sich dadurch ein viel grösseres Spekrtum an Klangfarben, Ausdrucksmöglichkeiten, Expressivität und Dynamik öffnete. Diese neuen Möglichkeiten machten die Oboe über Nacht zum beliebtesten Instrument der Barockzeit und sie hielt Einzug an den Königshöfen. Seither ist sie aus dem klassischen Instrumentarium nicht mehr wegzudenken. Auch im Sinfonieorchester fällt der Oboe eine wichtige Rolle zu – nicht nur, dass sie den Stimmton angibt, sondern immer wieder wird sie mit den schönsten Soli beehrt.

In der heutigen Zeit findet die Oboe nicht nur im klassischen Sektor Anklang, sondern hat in der Filmmusik und Rock und Pop ihren festen Platz.

Unterrichtsbeginn:

Da die Grundgriffe relativ einfach und schnell zu erlernen sind und die Tonlöcher nicht zu weit auseinander liegen, kann mit dem Oboenunterricht recht früh begonnen werden (1./2. Klasse).

Ideale Voraussetzungen für den Beginn sind: gute Konzentrationsfähigkeit, gute körperliche Konstitution, genügende Spannweite der Hände, Freude am Blasen, eine Affinität für den Klang der Oboe, Durchhaltevermögen und nicht zuletzt die Bereitschaft zum regelmässigen Üben.

Zahnkorrekturen und Zahnwechsel spielen keine Rolle.

Instrumentenbeschaffung:

Es ist sinnvoll mit einem Mietinstrument zu starten. Sowohl die Musikschule, als auch Musikgeschäfte und Privatleute vermieten Instrumente zu Preisen zwischen 30.- bis 70.- Fr  pro Monat.

Später kann ein eigenes Instrument gekauft werden. Neupreis ab 3500.- Fr, gute gebrauchte Instrumente sind jedoch wesentlich günstiger erhältlich.

Mitspielmöglichkeiten:

Da die Oboe ein Melodieinstrument ist, macht es besonders Spass mit anderen zusammen zu musizieren, da so auch die Harmonie und Mehrstimmigkeit voll zum Zuge kommt. Nebst dem Gruppenerlebnis ist das gemeinsame Musizieren ein tolles Klangerlebnis.

Die Oboe ist in C gestimmt und spielt im Tonraum von b bis g’’’, also eher hohe Stimmen.

Sobald die Grundlagen einigermassen beherrscht werden, kann man in einer Gruppe mitspielen :

Sinfonieorchester
Blasorchester
Kammermusikgruppen (von 2 – x Personen, in allen möglichen Besetzungen)
Oboenensembles

(Text: Judith Wenziker)

Links:

Wikipedia

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